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Krieger - Ordinary War - Savascilar

Ist es besser, nichts zu tun und einfach auf Rettung oder Ausbruch zu hoffen und Rettung zu suchen?
Regie:  Müjdat Albak

  • 28. Nov. 2018 / Mittwoch 20:00 Uhr
  • Reservierung
    Reservierungen nicht mehr möglich.

Hinweis: Einlass unter der 2G - Regelung (Hygienekonzept).

Wiederaufnahme - Premiere
Krieger- Ordinary War-Savascilar
„Ein Verdrängungsspiel“

Vier Mitglieder einer Spezialeinheit aus drei Ländern, die unterschiedliche Sprachen (Deutsch, Englisch und Türkisch) sprechen, haben den Kontakt zu ihrer Basis im Krieg verloren. Sie befinden sich an einem isolierten Ort in einem leeren Land.

Der Captain der Gruppe liegt leblos auf dem Boden.
Er wird von Mary gepflegt und bemuttert. Der Soldat George versucht das Funkgerät zu reparieren. Der Atakan sammelt und hortet Utensilien.

Wie geht es weiter?  Was ist mit ihrem Auftrag? Gelten die Befehle und Richtlinien des Offiziers noch? Die Ressourcen sind endlich. Ist es besser, nichts zu tun und auf Rettung oder Ausbruch zu hoffen und Rettung zu suchen?

Die Antwort suchen sie im Spiel. Kindliche und gesellschaftliche Spiele um Anerkennung, Macht und Einfluss dienen als Vorlage. Die Realität wird mehr und mehr verdrängt und erscheint als Spiel mit Reset-Knopf, als kitzliges Experiment mit dem Game-Over. Obwohl die Videoeinspielungen immer deutlicher werden, mutieren die Akteure zu clownesken Figuren, gefangen in ihrer Angst, ihrer Eitelkeit, ihrem Egoismus.

Das seit 1991 bestehende Günes Theater versteht sich als transnationales Kollektiv und entwickelt seine Stücke mit den Schauspielern aus der Probenarbeit heraus. In ihrer düsteren Parabel stellen sie das Spiel als mächtige gesellschaftsbildende Kraft dar, die disfunktional und abgehoben die Realitätsflucht antreibt. Augenzwinkernde Seitenhiebe auf kulturelle Stereotypen und Klischees bleiben nicht aus, haarsträubende Absurditäten werden genüsslich zelebriert.