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Talk und Literatur im ITF-Club: Susanne Hasenstab

Das Leben kann mich kreuzfahrtweise – Romanlesung mit Gespräch, Moderation: Hans-Jürgen Lenhart
  • 09. Dez. 2021 / Donnerstag 20:00 Uhr
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Warum Geisterbahn fahren? Eine Kreuzfahrt ist manchmal skurriler.

Der HR hat Susanne Hasenstab einmal "Die Königin der Alltagsdramen" genannt. Von der mundart-geprägten Comedy-Vorleserin hat sie sich inzwischen zu einer satirischen Romanschriftstellerin weiterentwickelt. In ihrem zweiten Roman sondiert sie die Alltagsdramen auf hoher See zwischen Bordveranstaltungen wie Elsässer Käseabend und Oktoberfestparty, dem Schicksal der Begleitperson für die eigene Mutter und einem Massentourismus kritisierenden Massentouristen.

Ines' Mutter hat gebucht, und zwar eine Nordseekreuzfahrt mit allem Drum und Dran für sie selbst und ihre Tochter. Die Aussicht auf zwei Wochen auf engstem Raum mit ihrer Mutter erfüllt Ines mit Grauen, sie will die Reise aber nutzen, um sich endlich innerlich von ihrem Freund Günther zu trennen, der zu alt und vor allem zu verheiratet für sie ist. Auf dem Schiff erweist sich Ines' Mutter aber als geringstes Problem – viel nerviger sind dauerhungrige Mitreisende wie Frau Kempf, die nach dem »Großen Elsässer Käseabend« mit Darmverschluss die Reise vorzeitig abbrechen muss oder ein sehr grantiger österreichischer Greis, der keine Möglichkeit auslässt, seine vernichtende Meinung über den Massentourismus auf hoher See kundzutun. Einziger Lichtblick: Sein attraktiver Sohn Johann, dem Ines auf der Alpenglühn-Oktoberfestparty an Bord näherkommt. Aber was ist mit Günther?

Susanne Hasenstab, geboren 1984, studierte Romanistik und Skandinavistik in Frankfurt/Main und Lausanne. Sie arbeitet als freie Autorin und Kolumnistin für unterschiedliche Printmedien und beim Radio. Man kennt sie als Verfasserin und Sprecherin der Comedy-Serie Der ganz normale Wahnsinn auf dem Radiosender hr4, in der sie ihre Zuhörer mit unserem alltäglichen Kommunikationswahnsinn konfrontiert. Zusammen mit ihrem Bühnenpartner Emil Emaille hat sie sich durch kabarettistische Leseprogramme wie Warum ist die Katze so dick? mit satirisch-grotesken Dialogen, oft in hessischer Mundart, einen Namen gemacht. Ihr erster Roman Irgendwo zwischen Liebe und Musterhaus warf einen humorvollen und bissigen Blick auf die Lebenssituation der modernen Frau Anfang Dreißig, der die Entscheidung zwischen Selbstverwirklichung und Kinderwunsch aufgedrängt wird. Gleichzeitig war der Roman auch eine Persiflage auf die Akteure des Kunst- und Kulturbetriebs, die mit allen Mitteln versuchen, mit ihren Werken Beachtung zu finden. Manch selbstverliebter Möchtegern-Künstler und Kulturschaffender bekam da gehörig sein Fett weg.

 

Wie bringt man die Dramaturgie des Lebens bzw. des Beobachteten mit der Dramaturgie des geschriebenen Wortes zu einem stimmigen Ganzen? Susanne Hasenstab wird im Gespräch dazu Erhellendes beitragen können.